Rot-Weiß Walldorf behauptet sich im Heimspiel gegen den Karlsruher SC
Im zweiten Ligaspiel der noch jungen Saison traf unsere U19 von Rot-Weiss Walldorf auf die U19 des Karlsruher SC.
Während wir mit einem 3:1-Auswärtssieg in Freiburg und damit drei Punkten im Rücken in die Partie gingen, reiste Karlsruhe mit einem Punkt aus zwei Spielen an. Rund 200 Zuschauer sorgten für einen würdigen Rahmen – und eine spürbar besondere Atmosphäre.
Von Beginn an merkte man unserer Mannschaft die Nervosität an. Vor heimischer Kulisse tat sich das Team zunächst schwer, ins Spiel zu finden. Schon nach 20 Sekunden kamen die Gäste in Weiß zum ersten Abschluss. Karlsruhe präsentierte sich als der erwartet starke Gegner: hohes Tempo, starke Einzelspieler und immer wieder torgefährliche Aktionen setzten unsere Defensive unter Druck.
Dann die 13. Spielminute, erster Abschluss, erstes Tor. Walldorf geht mit 1:0 in Führung. Nach erstaunlichem Durchsetzungsvermögen auf außen von Panagiotis „Pana“ bringt er eine scharfe Flanke in den Rückraum, wo Leon Thurk goldrichtig steht und das Ding einschiebt. Mit diesem Treffer für Walldorf fiel sichtbar eine Last von den Schultern aller Beteiligten. Plötzlich agierten unsere Jungs befreiter, übernahmen mehr Kontrolle und fanden besser in die Struktur. Die Passwege wurden klarer, die Zweikämpfe entschlossener geführt.
Allerdings blieb der Karlsruher SC gefährlich. In einer Phase, in der wir den Gegner etwas zu sehr ins Spiel kommen ließen, fiel folgerichtig der Ausgleich zum 1:1 durch Eymen Laghrissi.
Umso wichtiger war die Reaktion unserer Mannschaft: Noch vor dem Pausenpfiff gelang es Waldorf, erneut in Führung zu gehen. Einmal Nico Helbig (41.), der früh das Aufbauspiel des KSC stört, den Torwart umkurvt und zum 2:1 einschiebt, und Robin Heil (44.), der nach einem Eckball den Ball im Tor unterbringt.
Zur Halbzeit stand fest: Gegen einen spielstarken Gegner war es bislang ein hartes Stück Arbeit. Doch unsere U19 hatte Moral bewiesen, sich von der Nervosität befreit und die passende Antwort auf den zwischenzeitlichen Ausgleich gefunden.
Karlsruhe wechselte zur Halbzeit zweimal und machte genau dort weiter, wo sie vor der Pause aufgehört hatten. Hohes Tempo, viele direkte Aktionen und Angriff um Angriff aufs Walldorfer Tor. Es lag in der Luft, dass hier jederzeit ein Treffer fallen konnte – auf beiden Seiten.
In der 55. Minute war es dann so weit: Nach einer Ecke kam Emilio Ambrosius völlig frei zum Kopfball und erzielte den Anschlusstreffer zum 3:2.
Walldorf warf sich mit allen Mitteln rein und hatte mit Justus Schuchmann dazu noch einen unglaublichen Torwart, der die Rot-Weissen immer wieder im Spiel hielt. So auch Robin Heil, der nach einem Schuss aus drei Metern den Ball von der Torlinie kratzt.
In der 90. Minute dann die Entscheidung: Nach einem Konter tauchte der eingewechselte Stürmer Louis Reuter frei vor dem Tor auf, blieb eiskalt und lupfte den Ball über den herauseilenden Torwart. Das 4:2 und somit der Schlusspfiff.
Ein intensives, hochklassiges Spiel endet mit einem erkämpften Heimsieg für Rot-Weiss Walldorf, der vor allem auf Willen, Mentalität und einem starken Teamzusammenhalt beruhte.
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