Jugendfußball

U17 Hessenliga 16.08.2026: SV Rot-Weiss Walldorf - SG Barockstadt Fulda-Lehnerz 1:4 (0:3)

U17 startet mit Niederlage in die Hessenliga-Saison

Neu formierte U17 mit großem Kader und Trainerteam
Mit einem großen Kader und einem ebenso umfangreichen Trainerteam ist die neu formierte U17 des SV Rot-Weiss Walldorf in die diesjährige Hessenliga-Saison gestartet.

Insgesamt 27 Spieler gehören zum Aufgebot, darunter elf Neuzugänge. Sieben der neuen Spieler standen beim Saisonauftakt gegen die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz direkt in der Startelf.

Verantwortlich für die Mannschaft ist ein erfahrenes fünfköpfiges Trainer- und Betreuerteam. Zum Trainerteam gehören die A-Lizenz-Inhaber Thorsten Heck und Frank Laber (letztjährige U15-Trainer) sowie der neu zum Verein gestoßene Florian Jilge mit B-Lizenz. Ebenfalls mit B-Lizenz ausgestattet ist Michael Moll, der das Team als zusätzlicher Betreuer und Koordinator unterstützt. Komplettiert wird das Team durch Bastian Eisert, den sportlichen Leiter des Gesamtvereins und letztjährigen U17-Trainer, der die Mannschaft ebenfalls unterstützt.

Intensive Vorbereitung in Bad Kreuznach
Ein wichtiger Bestandteil der Vorbereitung war das einwöchige Trainingslager in der vorletzten Ferienwoche in Bad Kreuznach. Neben intensiven Einheiten auf dem Platz stand vor allem das gegenseitige Kennenlernen im Mittelpunkt. Bei einem neu zusammengestellten Kader galt es, aus vielen einzelnen Spielern möglichst schnell eine Mannschaft zu formen.

Dazu trugen auch gemeinsame Aktivitäten abseits des Fußballplatzes bei. Ein Besuch der Bad Kreuznacher Innenstadt, ein Nachmittag im Salinenfreischwimmbad sowie ein gemeinsamer Kinobesuch zum Abschluss sorgten für Abwechslung und stärkten den Teamgeist.

Auch die Ergebnisse der Testspiele machten Mut: Gegen Verbandsligisten konnten einige deutliche Erfolge gefeiert werden. In den beiden Vergleichen mit Regionalligisten musste sich die U17 jeweils nur denkbar knapp mit einem Tor Unterschied geschlagen geben. Gleichzeitig war dem Trainerteam bewusst, dass die Mannschaft noch einige Wochen benötigen würde, um alle Anforderungen und Abläufe auf dem Niveau der Hessenliga zu verinnerlichen.

Fulda nutzt Walldorfer Schwächephase
Die Anfangsphase verlief zunächst ausgeglichen. Nach rund 20 Minuten übernahmen die Gäste jedoch zunehmend die Kontrolle und nutzten eine Phase, in der die Walldorfer Mannschaft nicht konsequent genug in die Zweikämpfe kam. Insbesondere die drei offensiven Fuldaer Spieler mit den Rückennummern 9, 10 und 20 stellten die Walldorfer Defensive immer wieder vor Probleme. Anspiele aus dem Mittelfeld konnten nicht konsequent unterbunden werden, die Sechser kamen in den Duellen oftmals einen Schritt zu spät und auch auf den Außenbahnen wurden die Räume nicht immer rechtzeitig geschlossen.

Fulda nutzte diese Schwächephase konsequent aus. Ahmad Habbokh brachte die Gäste in der 18. Minute in Führung, Jan Bösch erhöhte in der 36. Minute auf 0:2 und Jesper Hastrich sorgte in der 40. Minute für das 0:3. Damit war die Partie zur Halbzeit bereits deutlich in Richtung der Gäste gekippt.

Deutliche Leistungssteigerung nach der Pause
Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich die Walldorfer U17 deutlich verbessert. Das Trainerteam nahm kleinere Anpassungen vor und forderte vor allem mehr Ordnung, Engagement und Zweikampfstärke. Dies zeigte Wirkung: Die Walldorfer ließen nun deutlich weniger Torchancen zu, standen kompakter und kamen selbst zu Möglichkeiten und mehreren Eckbällen.

Eine dieser Standardsituationen führte in der 49. Minute zum Anschlusstreffer durch Elias Schinkario. In der anschließenden Drangphase hatte Walldorf noch zwei bis drei aussichtsreiche Möglichkeiten, um weiter zu verkürzen und die Partie noch einmal spannend zu machen. Die Chancen blieben jedoch ungenutzt.

Fulda konzentrierte sich zunehmend auf das Umschaltspiel. Als Walldorf in der Schlussphase die Viererkette auflöste und einen weiteren Offensivspieler brachte, nutzten die Gäste einen Umschaltmoment. Jesper Hastrich erzielte in der 80. Minute seinen zweiten Treffer und stellte den 1:4-Endstand her.

Fazit und Ausblick
Auch wenn zum Hessenliga-Auftakt keine Punkte in Walldorf blieben, kann die Partie als wichtige Standortbestimmung für die neu zusammengestellte Mannschaft dienen. Die zweite Halbzeit zeigte, dass die Walldorfer U17 gegen einen starken Hessenligisten durchaus mithalten kann. Gleichzeitig wurde deutlich, welches Tempo, welche Zweikampfhärte und welche Konsequenz in der höchsten hessischen Spielklasse gefordert werden. Aktuell stehen zudem noch drei Spieler verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. Ihre Rückkehr in den kommenden Wochen soll insbesondere die spielerischen Möglichkeiten im Mittelfeld erweitern.

Bereits am kommenden Wochenende wartet die nächste anspruchsvolle Aufgabe. Dann geht es für die Walldorfer U17 zum jahrgangsjüngeren Nachwuchs des SV Wehen Wiesbaden ins dortige Nachwuchsleistungszentrum. Ziel muss es sein, an die deutlich bessere zweite Halbzeit gegen Fulda anzuknüpfen, die eigenen Torchancen konsequenter und durchschlagskräftiger zu nutzen und so die ersten Punkte der noch jungen, sicherlich engen und spannenden Hessenliga-Saison einzufahren. Voraussetzung dafür sind engagierte Trainingsleistungen und vor allem der Wille jedes einzelnen Spielers, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln.


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