Walldorf verteidigt Platz 3 - unnötig knapper Auswärtssieg in Ober-Roden
Die C1 von Rot-Weiss Walldorf konnte in der Verbandsliga Süd einen weiteren Auswärtssieg bei TS Ober-Roden einfahren.
Auf dem ungewohnt kleinen und vor allem extrem schmalen Kunstrasenplatz entwickelte sich von Beginn an eine hektische Partie mit vielen zweiten Bällen, intensiven Gegenpressingaktionen und zahlreichen langen Bällen beider Teams.
Die Gäste aus Walldorf stellten sich auf die besonderen Platzverhältnisse gut ein und kamen bereits früh im Spiel zu klaren Torchancen. Vor allem die beiden Angreifer der Walldorfer Offensive stellten die Ober-Rodener Defensive immer wieder vor große Probleme und waren häufig nur durch Fouls zu stoppen. Folgerichtig gingen die Gäste verdient in Führung und konnten diese im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit kontinuierlich ausbauen.
Beim Stand von 3:0 für Walldorf bekam die Heimmannschaft in der 24. Spielminute einen durchaus diskutablen Foulelfmeter zugesprochen. Der insgesamt noch junge Schiedsrichter wirkte in einigen Situationen etwas überfordert, dennoch ließ sich Walldorf davon zunächst nicht aus dem Konzept bringen und erzielte vor der Pause noch den Treffer zum 4:1-Halbzeitstand. Zusätzlich schwächte sich Ober-Roden kurz vor dem Seitenwechsel selbst: Nach einer Gelb-Roten Karte musste die Heimmannschaft die komplette zweite Halbzeit in Unterzahl bestreiten.
Trotz numerischer Überlegenheit gelang es Walldorf nach der Pause jedoch nicht mehr, die Partie souverän zu kontrollieren oder spielerisch Akzente zu setzen. Zwar boten sich durch Einzelaktionen mehrfach Möglichkeiten, das Ergebnis weiter auszubauen, diese wurden jedoch leichtfertig oder auch egoistisch vergeben. Insgesamt verlor das Spiel der Gäste zunehmend an Struktur und Konsequenz.
Ober-Roden hingegen gab sich trotz Unterzahl nie auf und kämpfte sich mit zwei sehenswerten Distanzschüssen zurück in die Begegnung. Der Treffer zum 3:4 fiel allerdings erst in der Nachspielzeit, sodass der Auswärtssieg der Walldorfer letztlich nicht mehr ernsthaft in Gefahr geriet.
Dennoch zeigten sich die Trainer Heck und Laber nach dem Schlusspfiff unzufrieden. Besonders die zweite Halbzeit sorgte für Kritik, da man eine komfortable 4:1-Führung unter den gegebenen Voraussetzungen unnötig aus der Hand gegeben habe. Mit Blick auf die kommenden Aufgaben gegen Konkurrenten wie Griesheim und Karben, gegen die man in der Hinrunde Punkte liegen ließ, fordern die Trainer eine deutliche Leistungssteigerung sowie mehr Konstanz über die gesamten 70 Minuten. Zudem müssen unnötige gelbe Karten durch Reklamieren und ähnlichem Verhalten unterlassen werden, da sie die Mannschaft schwächen und den Spielverlauf beeinflussen.
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